| 262 Beiträge - Hardcore-Larper
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Hi Eumel,
Ich finde, man sollte erstmal gucken, ob einem das Hobby überhaupt Spaß bringt. Ist doch albern sich für zig Öre ne oberschicke Klamotte und noble Waffen zu kaufen und nach 2 oder 3 Cons festzustellen, dass man da auf Dauer eigentlich gar keinen Spaß dran hat und sich dann zu ärgern, weil man den Krempel umsonst gekauft hat.
Ich selbst hab mit nem Kleid mit Gürtel und nem Umhang angefangen, in Männer übersetzt wäre dass ne Hose und ne Tunika, vielleicht nochn Umhang gegen Kälte oder nen Wappenrock oder so, das reicht doch erstmal - außer man will gleich nen Adligen oder den Schwarzen Ritter in Vollplatte spielen oder so. Im übrigen würde ich mich ehrlich gesagt kaum drum scheren, was andere für "Mode-Vorstellungen" haben (die ändern sich eh), erschaffe dir nen ordentlichen Charakter mit ner plausiblen Charaktergeschichte, wo du denkst, dass du mit dem lange Spaß haben wirst und guck dir das mal an, entwickle deine eigene Vorstellung, was dir gefällt und Spaß bringt. Kannst dich ja im Internet erstmal vororientieren, was so geht, Bilder gucken, was es gibt, was du dir vorstellst für deinen Charakter und dann probiers halt aus. Die Ausrüstung wächst mit der Zeit sowieso und mir für meinen Teil wäre schönes Spiel erstmal wichtiger, als perfekte Klamotte (ok, das man vorzugsweise nicht mit Jeans und Turnschuhen auf Con gehen sollte, darüber muss man glaub ich nicht wirklich reden, oder, das dürfte doch klar sein ) Kommt ja auch immer auf den Geldbeutel an.
Was Waffen betrifft würde ich auch sagen, wenn du noch nicht kämpfen kannst, kauf dir erstmal was günstiges und such dir Intime Leute, die dir zeigen wie man damit umgeht, wenn du schon kämpfen kannst und auch etwas mehr Geld investieren willst würde ich Waffen von Boars FL (italienischer Hersteller aus Spoleto) empfehlen - die kosten ne kräftige Stange Geld, sind sie aber auch wert, zumindest unseren eignen Erfahrungen nach.
Aber ansonsten wie gesagt: Mach dir lieber erstmal nen Kopf um ne ordentliche Charaktergeschichte und schönes Spiel als um die richtigen Schuhe oder ne historische Gürtelschnalle, leg los, guck ob´s dir Spaß macht und dann rüste nach und nach auf, wenn du auch ne Vorstellung von dem hast, was du spielen und darstellen wilst. Mir ging es zumindest so, dass ich nicht von vornherein klar im Kopf hatte, wohin der Charakter sich entwickelt, ich habe nach und nach dazugekauft, was nötig wurde (und ich das nötige Kleingeld hatte ;o))
Zu den übrigen Fragen:
Fairer Umgang miteinander und die Beachtung der Sicherheitsregeln im Kampf, also niemals stechen, kein Geprügel auf den Kopf oder auf des anderen Kronjuwelen, Warnen, wenn der andere rückwärts auf nen Abgrund oder ein anderes gefährliches Hindernis zusteuert etc. sind schonmal urbasal. Wenn aus Versehen doch was passiert (was eben immer mal vorkommen kann), entschuldige dich und kümmere dich um den anderen, bis klar ist, dass es ihm gutgeht. Unstimmigkeiten kann man klären. Achte darauf, dass nicht nur du Spaß auf Kosten der anderen hast, sondern andere auch Spaß am Spiel mit dir haben, gut ausgespielte Treffer und ein fair verlorener Kampf bringt mehr als ein schlecht erschummelter Sieg, versuche konsequent zu spielen. Bei der Charaktererschaffung denke dran, dass auch aus Charakternachteilen tolles Spiel entstehen kann, Killer-Fighter-Vampir-Drow-Elben-Trolle mit Infrarotsicht sind eben einfach peinlich (also von wegen alle Rassenvorteile einsacken wollen, aber keine Nachteile davon akzeptieren), spiele einen Charakter, den du auch glaubhaft darstellen kannst und der zu dir passt (bist du 1,50m groß und wiegst 160 kg nimmt dir einfach keiner nen Elben ab, da gibts eben Stereotype) und schummel nicht mit Punkten rum. Stecke keine 50 Treffer ein, wenn du eben nur 4 oder 5 aushältst, ignoriere keine Zaubersprüche, wenn du sie sehr wohl deutlich mitgekriegt hast und gib nicht 1000 Magiepunkte aus, wenn du nur 100 hast. Fang nicht an out- und intime zu verwechseln und behalte im Hinterkopf, dass manche Aktionen In- wie auch outtime tabu sind und es bleiben.
Und immer dran denken, auch wenn man sich entweder Spieler-NSC oder Spieler-Spieler kräftig auf die Hirse gibt: Wir spielen mit- und nicht gegeneinander und alle sollen Spaß dran haben.
In diesem Sinne
Manjy
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