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| 399 Beiträge - Alter Hase
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Soderle - habe mal ein paar Tage nachgedacht und mir die Frage gestellt, wieso Magie überhaupt dargestellt werden muss ...
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Die Frage mag komisch klingen, aber ich denke dass hier ein wichtiger Punkt bei der Magie im Larp liegt. Hier meine ganz persönliche Sichtweise:
Wichtigster Grund: Rollenspiel.
Ohne Frage. Da Larp mehr oder weniger großes Theater sollte das Rollenspiel die Basis der Magie sein. Wie die Magie gespielt wird ist dabei nebensächlich, Hauptsache man bietet Theater (mit oder ohne SFX) - es kann auch schon reichen imposant auszusehen und 'magiermäßig' zu reden...
Rollenspiel braucht keine Regeln und keine SFX - es lebt von dem Spieler und seinem Konzept / seiner Darstellung.
'Dinge passieren'
Hier wird es komplizierter. Wen 'Dinge' angestrebt werden (wobei 'Dinge' ein beliebiger magischer Effekt sind) müssen nicht existente Ereignisse in die Larp-Realität kommuniziert werden. Je nachdem wie kontrolliert die Umgebung ist und wieviele Personen an 'Dingen' beteiligt sind müsste die Kommunikation aufgebaut sein. Rollenspiel ist immer noch oberstes Gebot - aber Kommunikation kommt hinzu...
- Ein 'Ding auf sich selbst' (z.B. Schutzzauber) benötigt keine oder nur minimale Kommunikation - so ist es ggf. erforderlich die Auswirkung des Schutzes jemand anderes mitzuteilen.
- Bei 'Dingen in ruhiger Umgebung' (z.B. Heilung) kann man die Kommunikation in Sätze während der Darstellung verpacken und 'erzählen'. Notfalls kann man durch Flüstern eine kleine OT-Klärung erreichen ohne dass das umliegende Spiel gestört wird.
- 'Dinge in Action' sind - doof. Bestes Beispiel sind Kämpfe - da wird geschrien, jeder bewegt sich und versucht sich auf viele Sachen zu konzentrieren. Die Kommunikation zwischen 'Quelle' und 'Ziel' ist daher sehr schwer, deshalb wurden OT-Ansagen verwendet, die aber die Umgebung beeinträchtigen (da mehr oder weniger laut gebrüllt).
Um den großen Bogen zu Ende zu spannen - Die große Schwierigkeit bei Magie ist dass Kommunikation erforderlich ist um virtuelle Effekte in die Realität zu übertragen - hierbei ist es egal ob nach einem Buch oder einem Konzept. Ich halte das Konzept der 'erzählerischen OT-Ansage' am ehesten für geeignet für 'Dinge' und gehe davon aus dass Magie im Kampf aufgrund der Rahmenbedingungen nur teilweise funktioniert.
Die Grundidee hinter den zwei Regeln funktioniert (in der Magie) für das Konzept Schmendrick gut, aber für einen Gandalf wäre es meiner Meinung etwas unpassend.
Ich glaube nicht dass im Larp eine (fast) allgemeingültige Kommunikation erreichbar ist so dass neue Darstellungsformen immer Insel-Lösungen bleiben werden.
Einen letzen Punkt habe ich noch nicht genannt:
'Dinge die lange geplant wurden' (z.B. Rituale) - hier sind SFX und andere Dinge als Unterstützung der Darbietung hilfreich. Sie sollten jedoch nicht als Ersatz für das Spiel verwendet werden...
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Mitglied des Fünften Zirkels der Gilde des Wassers zu Liur
Adept der Logenvereinigung des Kampfes - Sektion Schwert und Schild
Meister der Theoretischen Magie der Universität zu Kreisheim |
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| Beitrag vom 28.11.2016 - 20:03 |
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