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| 2322 Beiträge - Qualitätslarper
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@ Ralph
Ich habe nie gesagt, dass für mich ein Paladin "GUT" sein muss oder es ist. Das hast Du gesagt...
Für mich muss ein Paladin rechtschaffen sein... und wie ich auch schon bemerkte, ist für mich der beste Paladin rechtschaffen-böse.
... so lange wie ich AD&D spiele... so lange waren bis jetzt alle "Bösewichter", "Boss-Gegner" und was einem nicht alles über den Weg läuft chaotisch-böse... sozusagen das personifizierte Grauen... einfach nur böse und gemein, weil man es konnte, weil man die Macht dazu hatte zu zerstören... das ist chaotisch-böse... rechtschaffen-böse, allerdings, würde auch zerstören... aber nur aus einem bestimmten Grund heraus... nämlich um sein Ziel zu erreichen... letztendlich... auf einen groben Keil gehört ein grober Klotz...
Bleiben wir bei Deinem Beispiel mit der Bauernfamilie... der rechtschaffen-böse Paladin würde sie erst nett fragen was sie wissen, denn Nettigkeit, Freundlichkeit und sogar Mildtätigkeit ist das Hauptmerkmal der Ordnung... sprich der Rechtschaffenheit... es ist also für den rechtschaffen-bösen Paladin vollkommen natürlich "gut" zu sein... um so der Ordnung Vorschub zu leisten... allerdings...
... allerdings, wenn jetzt diese Bauernfamilie ihm auf sein freundliche Bitte hin nicht sagt, was er wissen muss, wird er sie automatisch als "zum Feinde gehörig" einstufen und keine Sekunde zögern zu tun, was nötig ist um an die gewünschten Informationen zu gelangen.
Aber zugegeben... über das was gut und was böse ist streiten sich die Menschen schon so lange wie es die Philosophie gibt... und jetzt das ganze auch noch erweitert um den Aspekt von rechtschaffenheit-chaos ?... das ist alles ziemlich schwierig...
Bleiben wir auch noch mal bei "dem direkten Draht zum guten Gott" und wie der das töten von ein paar Unschuldigen bewerten würde.
Nun ja sehen wir das ganze mal aus einer göttlichen, kosmischen Sicht und dem ewigen Kampf zwischen schwarz-weiss... ein paar wenige Unschuldige sind strategisch gesehen ein sehr geringer Preis, wenn dadurch der "Boss-Gegner" zu Fall gebracht wird der das Potential hat abertausende Unschuldige zu vernichten.
Der Paladin ist ja genau aus diesem Grunde Paladin und nicht Ritter oder Krieger. Er ist Paladin, weil er moralisch absolut integer ist und sich von nichts vom rechten Weg abbringen lässt... sein Hauptattribut ist die Weisheit (WIS=18 ) und zwar eine Weisheit die weit über das "Gut-Böse-Verständnis" von einfachen Menschen hinaus geht... er ist Soldat in einer kosmischen Schlacht die sich dem einfachen Menschen nicht erschließt... er ist vollkommen beyond vom irdischem gut/böse...
... und genau deswegen traue ich mir auch nicht zu einen wirklich guten Paladin zu spielen... und ehrlich gesagt habe ich bis jetzt auch noch keinen wirklich guten gesehen... die meisten waren schlicht scheisse (Vollspacken mit Platten-Schulter-und-sonst-nix-Rüstung) die einfach nur gern in Rüstung zaubern wollen, und einige wenige, die so etwas wie einen brauchbaren Ansatz haben... und diese wenigen werden normalerweise als die Super-Paldine und Krönung des Live-Rollenspiels bewertet.
@ Fritze
... das mit dem Inquisitor stimmt schon, sehe ich ähnlich. Aber der Inquisitor ist für mich aus der Kleriker- und nicht aus der Kämpferschiene... das ist der einzige Unterschied... für mich jedenfalls.
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| Beitrag vom 22.07.2007 - 19:07 |
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