| 39 Beiträge - Tavernengänger
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Zitat Original geschrieben von Surja
Diverse Alchemisten machen es auf Cons vor: Man kann Tränke auch brauen, ohne Kräuterkunde zu haben, dann ist man aber auf seinen mitgebrachten Vorrat [...] angewiesen und muss sich evtl. bei anwesenden Fachleuten [...] zusätzlich eindecken.
[...]
Tränke und Gifte handhabe ich [...] gleich, da aus dem einen schnell das andere werden kann und andersrum. [...] |
Zum einen kann ich Surja nur zustimmen. Hierbei möchte ich auch einmal Paracelsus zitieren: "ein jedes Ding ist ein Gift, allein die Dosis macht, dass es kein Gift ist."
und aus einem Roman von John Maddox Roberts: "Eine Medizin, die den Herzschlag verlangsamt, kann ihn auch zum Stillstand bringen."
Zunächst: Als Heilkunde wird im DragonSys nur die Behandlung von Verletzungen oder Krankheiten mittels Instrumenten und Pflege bezeichnet (Wunden nähen, Verbinden, Neuverbinden, Brüche richten, usw.)
Ich würde das ganze als Kräuterkunde und Trankkunde zusammen fassen. Alchemie in ihrer historischen Bedeutung fällt beim LARP sowieso aus, welcher LARP-Alchimist (abgesehen von einem Zwergen vielleicht) versucht denn, den Stein der Weisen herzustellen oder Blei in Gold zu verwandeln?
Kräuterkunde, um das ganze zu finden, zu sammeln, zu lagern, etc, wobei ein nicht Kräuterkundiger ebenfalls sammeln können sollte, nur weniger effektiv. (Eine Pflanze, die man durch eine Beschreibung, etc. erkennt, sollte man auch aus dem Boden bringen können) Leider ist diese Darstellung regeltechnisch nur sehr schwer machbar.
Zur Trankkunde: Jemand, der einen Trank gegen Fieber braut, weiß sicher auch, wie man welches verursacht, bzw. weiß, wie er den Trank so stark macht, das die Person, die den Trank trinkt, unterkühlt.
Dumm ist, dass im DragonSys 1 und 2 (mit DNZ kenne ich mich nicht gut aus) nur Giftkunde behandelt wird. Diese Giftkunde ist extrem eingeschränkt (es werden nur wenige Wirkungen angegeben) und verlangt extrem viel Punkte. Von Heiltränken wird ab und zu im Buch mal gesprochen, aber es gibt nirgendwo im DS2 einen Hinweis, welche und vor allem wieviele Punkte man dafür wie verwenden sollte. Dementsprechend gelten die Hausregeln der Orga und schönes Spiel. (Ich persönlich würde es durchaus zulassen, dass jemand einen Trank braut, für die er nicht die Punkte hat, wenn er sich richtig damit beschäftigt, z. B. zu Spezialisten geht und sich beraten lässt, in Büchern nachschlägt, sehr sorgfältig arbeitet und die doppelte Zeit investiert.)
Häufig wird das Wort Alchemie benutzt, um von Effekten, die auf nichtmagischem Weg hervorgerufen werden, zu beschreiben. Z. B. gibt es alchemistische Feuerbälle, Rauchbomben, etc.
Wenn nun eine Orga entscheidet, alle Dinge aufzuteilen, muss man sich für seinen Charakter eben überlegen, ob man eher weiß, wie man die Tränke braut und sich mit der Vorbehandlung nciht auskennt oder eher andersherum. Allerdings sollte die SL dann für nur Trankkundige durchaus mal ein Kräuterweib ins Spielerlager schicken.
Diese Aufteilung ist auch schwierig, denn an sich ist es unrealistisch, dass ein Charakter, der sonst Heiltränke braut und Kräuter sucht, das nun plötzlich, weil er die Punkte aufteilen muss, nicht mehr kann. Einzige Variante: Er kennt die Pflanzen in dem Gebiet nicht, aber da hören die Ausreden dann schon auf.
Es ist irgendwie ein leidiges Thema, dem ich mich mit meinen Paar Punkten jeden Con aufs neue Stellen muss, darum setze ich vor allem aufs Spiel und denke, dass eine SL das durchaus anerkennen sollte.
[Edit 1 und 2: Rechtschreibung]
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Für Bier!
Und Brotzeit! |
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zuletzt von Sina am 26.05.2008 - 09:54.
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