| Autor |
|
|
|
|
| 399 Beiträge - Alter Hase
|
 |
|
Zitat Zu der Entfernung:
erst mal: ich pendele nicht mal täglich, sondern nur wöchentlich. Zum zweiten: es gibt eben einen Ort, wo ich seit langen Jahren lebe, meine Freundin ist, ein Großteil meiner Freunde und sich somit mein Leben abspielt. Leider war es mir über Jahre hinweg nicht möglich dort einen adäquaten Arbeitsplatz zu kriegen - also liegt der jetzt eben fast 500km weit weg.
Das ist eine Situation, die ich persönlich nicht verschulden kann, für die ich aber auch ohne die Benzinkosten ne Menge Kohle blechen muss (zweite Wohnung, etc.). |
Natürlich kannst du diese Situation nicht verschuklden, aber zumindest theoretisch ändern. Das verlangt genau jene Mobilität, die mit dem Schlagwort 'Globalisierung' gefordert wird. Abgesehen davon ziehen viele Menschen dorthin, wo ihr neuer Arbeitsplatz ist - warum also nicht auch Du ?
So ein Umzug macht keinen Spaß und ist auch bei weitem nicht leicht aber machbar auf jeden Fall. Dazu kommt noch dass du alte Freunde nicht mehr so häufig sehen kannst und erst einmal neue finden musst aber das genau meine ich mit 'persönliche Gründe / Vorlieben'. War bewusst etwas provokant formuliert.
Zitat Dass der Staat Pendler unterstützt halte ich bei der jahrezehntelang vorangetriebenen "Globalisierungspolitik" nur als mein gutes Recht. Der Mensch ist nun mal ein eher sesshaftes Wesen und das Thema Globalisierung (zumindestens WIE es voran getrieben wird) widerspricht der Art des Menschen massiv. |
Der Staat unterstützt die Pendler damit das Volk mobilisiert wird. Genau hier haben wir ein Beispiel wo eine früher mal sinnvoll gedachte Subvention völlig aus dem Ruder läuft - die Kilometerpauschale war gedacht um dafür zu sorgen, dass jeder Familie zumindest ein Automobil kaufen kann. Nebenbei war das ganze noch eine Unterstützung der im Aufbau befindlichen Autoundustrie. Später wurde das ganze immer weiter aufgebläht und als selbstverständlich angenommen. Aber a du an einer anderen Stelle einen akzeptablen Arbeitsplatz gefunden hast war es für duch eine Abwägung von Für- und Gegenargumenten. Letztlich hast du dich aber dann doch für das Pendeln entschlossen ...
Zitat Zu den Steuern:
Bitte komm mir nicht mit den Kosten für die "ökologische Belastung". Berechne diese bitte mal für all das, was du tagtäglich in die Hand nimmst und was du täglich in den Müll schmeisst - und dann reden wir da nochmal drüber. Wenn es um diese (rein virtuellen) Kosten geht, dann müsste überall nochmal 200% Steuern drauf sein... Viel Spaß! |
Na ja - aber nicht dazurechnen macht sich am ende natürlich besser weil günstiger. Leider kannich jetzt nicht die genaue Rechnug aufmachen, denn der Haushalt 2007 hat leider ~2300 Seiten...
Zitat Zudem dienen die Steuern, die auf Benzin erhoben sind weiß Gott nicht deinen angestrebten Zielen (Infrastruktur), sondern füllt Lücken in z.B. einem seit Jahrzehnten nicht mehr tragfähigen Renten- und Sozial-System. |
zu 1.) oft wiederholt, aber bis jetzt habe ich keine Zahlen gesehen. Das Märchen von der Melkkuh der Nation
zu 2.) Selbt wenn es so wäre (kann durchaus sein) dann schreibe doch einmal bitte wer für das entsprechende Defizit bezahlen soll, wenn die Pendler mehr unterstützt werden sollen. Jeder will niedrigere Steuern aber keiner sagt wem er dafür mehr Steuern aufdrücken - oder entsprechende Unterstützung entziehen - will
Zitat Also bitte überlege dir deine Argumente und informiere dich vorher. Deine Bemerkungen sind genau das, womit die Politiker versuchen das Volk zu fangen und zu überreden - dies entspricht aber (leider) nicht der Realität. |
Habe ich gemacht. Nur gehe ich nicht davon aus dass Geld aus dem Nichts kommt (na gut, hatte Spanien so im 16. Jahrhundert und D-Land in den Zwanzigern - die Folgen sind ja hinreichend bekannt). Außerdem ist es für den Staat (also die Allgemeinheit) egal ob Person A oder Person B auf einer bestimmten Arbeitsplatz ist. Die entfernung zwischen dem Freudenskreis dieser Personen und dem Arbeitsplatz macht also für den Staat (Die Allgemeinheit) keinen Unterschied.
Ich weiss dass es für den Einzelnen schon etwas ausmacht aber da wären wir wieder bei 'Die Mehrheit bezahlt für eine Minderheit die Zeche'
Hier ging es um die benzinpreise und die Änderung der Geldverteilung zwischen den Autofahrern. Als einfache Möglichkeit des Sparens würde ich dir die Bahncard 100 empfehlen - kostet 3500€ und ist vermutlich billiger als das Benzin dass du im Laufe des Jahres alleine für die Heimfahrten verbrauchst. Noch nicht einmal Abnutzung (Reifen, Reparaturen etc) mit reingerechnet ... ganz zu Schweigen davon dass man im Zug vieles machen kann was als Selberfahrer gar nicht möglich ist. etwas umständlicher (aber mit eigenem Auto) wären die Mitfahrzentralen - da wäre dann einiges an Sparpotential. Zusammenfassend gibt es Möglichkeiten die Kostensteigerung abzufangen oder zu vermeiden.
Jeder der über den hohen Benzinpresi jammert sollte sich mal Statistiken ansehen, in denen Benzinpreis in Arbeitszeit (bei Durchschnittsverdienst) gerechnet wird - dort kommt eine ganz andere Wahrheit ans Licht !
 |
Mitglied des Fünften Zirkels der Gilde des Wassers zu Liur
Adept der Logenvereinigung des Kampfes - Sektion Schwert und Schild
Meister der Theoretischen Magie der Universität zu Kreisheim |
|
| Beitrag vom 09.06.2008 - 18:27 |
|